Alles was Sie über die KassenSichV wissen müssen

In diesem Artikel:

  • Was die KassenSichV ist, für wen und ab wann sie gilt
  • Was eine TSE und die Belegausgabepflicht für Kassensysteme bedeutet
  • Ob Sie mit SumUp den neuen Regelungen entsprechen werden

Was die KassenSichV ist, für wen und ab wann gilt sie?

Was ist die KassenSichV?

Die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) regelt die technischen Anforderungen an elektronische Aufzeichnungs- und Sicherungssysteme. Dazu gehören z.B. computergestützte Kassensysteme und Registrierkassen. Die Verordnung dient dem Schutz vor Manipulation von digitalen Grundaufzeichnungen durch elektronische Kassensysteme.

Wann immer also Umsätze erfasst werden, müssen diese Aufzeichnungen nach der KassenSichV gegen Manipulationen geschützt werden.

Was heißt das genau?

Das heißt, dass in Deutschland alle elektronischen Registrierkassen mit einem zertifizierten Sicherheitsmodul, der sogenannten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE), versehen sein müssen.

Was kommt mit der KassenSichV für mich hinzu?
  • Die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE)
    Alle elektronischen Registrierkassen müssen über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen, die jederzeit eine fehlerfreie Datenübermittlung von Grundaufzeichnungen an das Finanzamt ermöglicht.
  • Die Belegausgabepflicht
    Alle Geschäftsvorfälle müssen mit Belegen nachgewiesen werden.
  • Die Mitteilungspflicht
    Alle elektronischen Kassen müssen mit einer Seriennummer versehen und beim Finanzamt gemeldet werden.
Für wen gilt die KassenSichV?

Nach §1 KassenSichV fallen sämtliche elektronische oder computergestützte Kassensysteme und Registrierkassen unter die neuen Vorgaben.
Mit dem SumUp Kassensystem werden Sie die neuen Anforderungen erfüllen.

Ab wann gilt die KassenSichV genau?

Die KassenSichV gilt eigentlich ab dem 01.01.2020. Bis dahin müssten sämtliche Kassen‑, Abrechnungs‑, Sicherungs- und Aufzeichnungssysteme umgestellt bzw. aufgerüstet werden.

Aber hier ist die gute Nachricht:

Am 26.09.2019 wurde eine Nichtbeanstandungsregelung, also eine Übergangsfrist, mit Wirkung bis zum 30. September 2020 beschlossen. Dies ist natürlich keine Fristverlängerung.
Als Nutzer eines Kassensystems sollten Sie sich daher rechtzeitig um eine entsprechende Lösung kümmern.
Darüber hinaus müssen sich Unternehmen erst bei Verfügbarkeit eines elektronischen Meldeverfahrens durch die Finanzverwaltungen beim jeweiligen Finanzamt melden.

Gibt es andere Ausnahmen?

Ja, es gibt ebenfalls eine Übergangsregelung für Registrierkassen, die nach dem 25.11.2010 und vor dem 01.01.2020 angeschafft wurden, aber wegen ihrer Bauart nicht aufrüstbar sind. Unternehmen mit diesen Kassensystemen, haben noch bis zum 31.12.2022 Zeit, ihre Kassensysteme zu modernisieren.

Was passiert, wenn meine Kasse ab dem 01.01.2020 nicht der KassenSichV entspricht?

Entspricht Ihr elektronisches Kassensystem nicht den gesetzlichen Anforderungen, müssen Sie unter Umständen damit rechnen, dass das Finanzamt Steuern aufgrund eines geschätzten Gewinns festsetzt.

Die Schätzung wird im Zweifel höher als von Ihnen selbst ermittelte Gewinn sein und kann damit zu höheren Steuern führen. Wurden tatsächlich Erlöse verkürzt, drohen zudem strafrechtliche Konsequenzen. Verstöße können mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

TSE und andere Begriffe einfach erklärt:

Was ist eine technische Sicherheitseinrichtung (TSE)?

Eine Sicherheitseinrichtung besteht aus 3 Teilen:

  • Dem Sicherheitsmodul - das Sicherheitsmodul stellt sicher, dass Kasseneingaben mit Beginn des Aufzeichnungsvorgangs festgehalten und später nicht mehr unerkannt verändert werden können.
  • Dem Speichermedium - auf dem Speichermedium werden die Einzelaufzeichnungen für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist gespeichert.
  • Der digitalen Schnittstelle - die digitale Schnittstelle garantiert eine reibungslose Datenübertragung, z.B. für Prüfungszwecke.

Die TSE garantiert, dass die im Kassensystem aufgezeichneten Daten vollständig und richtig übergeben werden. Sie kann sowohl als zusätzliche Hardware, als auch cloudbasiert zur Verfügung gestellt werden.

Außerdem muss sie vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert und abgenommen worden sein.

Die Zertifizierungspflicht beschränkt sich nur auf die technische Sicherheitseinrichtung. Eine Zertifizierung der Kasse, oder Kassensoftware selbst, ist nicht vorgesehen.

Was besagt die Belegausgabepflicht?

Mit der KassenSichV tritt auch die Belegausgabepflicht in Kraft. Diese besagt, dass jedem Kunden ein Kassenbeleg ausgestellt werden muss, wenn eine elektronische Kasse genutzt wird. Dadurch soll sichergestellt werden, dass jeder Geschäftsvorfall dokumentiert wird. Der Kunde ist jedoch nicht verpflichtet diesen Beleg entgegenzunehmen.

Welche Angaben müssen auf dem Beleg zu sehen sein?

  • Aussteller des Kassenbons, mit vollständiger Anschrift
  • Datum und Uhrzeit
  • Menge und Art der gelieferten Gegenstände / Umfang und Art der sonstigen Leistungen
  • Gesamtpreis und dazugehöriger Umsatzsteuersatz und -betrag
  • Belegnummer
  • Preisminderungen
  • Zahlungsart

Ab 2020 zusätzlich:

  • Seriennummer des Sicherheitsmoduls
  • Prüfwert
Was bedeutet Manipulationsschutz?

Um sicherzustellen, dass keine nachträglichen Manipulationen der Umsätze stattgefunden haben, müssen diese manipulationssicher aufbewahrt und jederzeit überprüfbar sein.

Jede Buchung wird dabei mit einer elektronischen Signatur versehen. Die Überprüfung erfolgt durch ein Journal, welches exportiert und vom Finanzamt auf Lücken geprüft werden kann.

Wird das SumUp Kassensystem für das neue Gesetz 2020 vorbereitet sein?

Mit dem SumUp Kassensystem werden Sie die neuen Anforderungen erfüllen. Das System wird regelmäßig aktualisiert und bleibt somit stets finanzamtkonform.

Die Kartenterminals und dazugehörigen Belegdrucker helfen Ihnen dabei die Belegausgabepflicht zu erfüllen, ohne auf teure Geräte umsteigen zu müssen.

Zusammenfassung:

Durch die KassenSichV sind Besitzer einer Registrierkasse dazu verpflichtet 3 zusätzliche Vorgaben zu erfüllen, um finanzamtkonform zu bleiben: Die TSE, die Belegausgabepflicht und die Mitteilungspflicht. Die TSE kann entweder cloudbasiert sein oder als zusätzliche Hardware integriert werden. Ein Beleg muss immer ausgegeben, aber nicht verpflichtend vom Kunden angenommen werden. Die Mitteilungspflicht gilt erst, wenn die Finanzverwaltungen ein elektronisches Meldeverfahren zur Verfügung stellt.

Obwohl die KassenSichV schon ab dem 01.01.2020 gilt, gibt es eine Übergangsfrist bis zum 30.09.2020. Für das SumUp Kassensystem haben wir alle nötigen Vorkehrungen getroffen und erfüllen bereits die neuen Anforderungen. Wichtig hierbei zu erwähnen ist, dass es momentan noch keinen Anbieter gibt, deren TSE abschließend zertifiziert ist.

Wenn Sie am SumUp Kassensystem interessiert sind, können Sie hier mehr erfahren. Das Kassensystem von SumUp ist flexibel, einfach zu bedienen, und bleibt dank regelmäßiger Updates stets finanzamtkonform.

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